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Slogan-Trend: Zwei Wörter. Mehr Tempo.


Von Alexander Hahn

Viele Marken setzen mit ihren aktuellen Slogans auf nur noch zwei Wörter. Ob englisch oder deutsch, zwei Wörter sollen oft genügen, um Konsumenten noch schneller zu überzeugen. In Zeiten von Twitter und Emojis werden so auch Slogans an das rasante Tempo heutiger Kommunikation angepasst.
 
 


Marken setzen auf Zwei-Wort-Slogans in englischer Sprache...

Slogan Marke
Stay strong. Actimel
You decide. Marlboro
I will. Under Armour
Find focus. Adidas Athletics
Keep on. Dunkin' Donuts
Still going! Energizer

... ebenso wie in deutscher Sprache:

Slogan Marke
Genau deins. Ebay
Neue Horizonte. Globetrotter
Weiter voran. National Geographic
Mehr Netto. Netto
Macht süchtig! TNT Serie
Wichtiges bewegt. n-tv

Um nur einige aktuelle Beispiele zu nennen. Doch woher kommt dieses verstärkte Auftreten von Verkürzung und Zweiteiligkeit? Die Entwicklung lässt sich an Hand von drei wesentlichen Aspekten erklären.

1. Menschen haben immer weniger Zeit.

Unser Leben ist heute geprägt von Schnelligkeit und vielen Kommunikationskanälen, die wir parallel nutzen, möglichst in Echtzeit. Dadurch bleibt immer weniger Zeit oder Geduld für jedes einzelne Werbemedium, mit dem wir uns beschäftigen. Unternehmen versuchen daher aktuell, mit möglichst kurzen Slogans Menschen direkter zu erreichen und ihre Markenaussagen eindringlicher zu vermitteln. Kürzere Slogans sind schneller erfassbar und kommen so unserem Wunsch nach Vereinfachung entgegen. Grafisch werden Zwei-Wort-Slogans zunehmend in Versalien dargestellt, z.B. "STAY STRONG" (Actimel), für eine plakativere Wirkung.

2. Wenige Worte beweisen Mut.

Seine Markenaussage auf nur zwei Wörter zu beschränken, erfordert Mut. Und es vermittelt Relevanz, wie auch Holger Jung es einmal formulierte: "Wer etwas Wichtiges zu sagen hat, macht keine langen Sätze." Insbesondere die bewusste sprachliche Reduktion auf nur zwei Wörter erzeugt oft ein spezielles Selbstbewusstsein und Understatement, wie im Falle der Slogan-Klassiker "Sonst nichts" (Lucky Stike) oder "What else?" (Nespresso). Heute werden nicht nur Werbeslogans, sondern auch Markennamen immer häufiger verkürzt.

3. Marken legen sich weniger fest.

Slogans mit nur zwei Wörtern wirken meist schnell und aktivierend, reichen oft aber nicht aus für ausführliche, weiter gehende Aussagen. So hält sich eine Marke offen, in Zukunft auch für neue und andere Produkte stehen zu können, ohne Gefahr zu laufen, ihrer eingeführten konkreten Sloganaussage inhaltlich später nicht mehr zu entsprechen. Innerhalb unsicherer und sich wandelnder Märkte lassen kürzere, eher allgemein gehaltene Slogans oft mehr Spielraum für Interpretationen, sind weniger angreifbar und bieten Marken mehr Freiraum für die Zukunft.

Ergebnis ist eine aktuell spürbare Beschleunigung und sprachliche Reduktion der Markenaussagen, die sich in viele Branchen erstreckt. Neue Slogans werden häufig kompakter formuliert als ihre Vorgänger, um zeitgemäßer zu wirken.


Zum Thema in Slogans.de:
Slogometer 2016: Die häufigsten Wörter in Werbeslogans
Marken-Technik: Die Verkürzung von Markennamen
Slogan-Trend: Lust auf "mehr"


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Alexander Hahn ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Slogans.de, Sprach- und Trendforscher sowie Inhaber von Satelliten Media Design in Hamburg.


© Slogans.de  27.03.2017  Alle Rechte vorbehalten
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